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BCAA im Test

BCAA Produkte gibt es wie Sand am Meer. Neben Zusätzen von Glutamin, mehr Leucin oder Mineralstoffen nimmt auch die Anzahl an Geschmacksvariation kein Ende. Ich kann nun wirklich nicht alle BCAAs in allen Geschmäckern testen und bewerten. Zumal man keinen großartigen aktiven Effekt von BCAAs spüren oder testen könnte. Dementsprechend werde ich meine Meinung zu den Inhaltsstoffen und dem Geschmack abgeben. Gerne kannst du Bilder von deinem BCAA Shake und deine Meinung unter jedem Produkt posten. Primär werde ich Pulver BCAAs testen, da das einzige Bewertungskriterium bei Kapseln und Tablette die Größe ist. Die Kapsel- /Tablettengröße ist aber mehr oder weniger offensichtlich, wenn man sich die Menge der Inhaltsstoffe pro Kapsel/Tablette anschaut.
Für BCAA Kapseln und Tabletten klicke bitte hier.

So wird getestet

Die Bewertungskriterien für BCAAs sind leider sehr subjektiv. Bewerten werde ich den Geschmack, Löslichkeit, Auswahl der Inhaltsstoffe, Preis-Leistungsverhältnis zu anderen Produkten in dem Bereich. Nicht testen und evaluieren kann ich den Effekt, da es zu viele Faktoren gibt, die meine Bewertung beeinflussen könnten, wodurch kein eindeutiger Effekt nachweisbar ist. Generell habe ich bei keinem BCAA Produkt einen Energieschub oder ähnliches verspürt, was unter anderem auch ein Grund ist, weswegen ich diesen Punkt nicht testen werden.

Wann welche BCAAs?

In diesem BCAA Test wird nicht der Zeitpunkt der Einnahme mit meiner Leistung im Training oder meinen körperlichen Fortschritten berücksichtigt. Für die Verwendung von BCAAs gibt es diverese Grundregeln an welche man sich halten kann. „Zu viele“ BCAAs gibt es aus gesundheitlicher sicht bei einer einmaligen Einnahme nicht.
BCAAs werden nicht über die Leber verstoffwechselt und gelangen daher sehr schnell in den Blutstrom. Dementsprechend würde ich Pulver direkt vor oder im Training trinken. Der Konsum von Kapseln oder Tabletten sollte ungefähr eine halbe Stunde vorher statt finden.

Dabei reicht vor dem Training eine Portion von 5-10g. Wer nach dem Training einen zeitlichen Vorteil gegenüber einem Whey haben möchte kann 5-10g ( je nach Mischungsverhältnis) mit 30-60g Maltodextrin -und optimalerweise noch EAAs- mischen.

Das Verhältniss

Da BCAAs drei verschiedene Aminosäuren sind, werden diverse Mischungsverhältnisse angeboten. Das gängige Verhältnis beträgt 2:1:1 (Leucin:Isoleucin:Valin). Der Großteil erhöht die Dosierung des Leucins. Dadurch, dass Leucin als Trigger agiert reicht eine Dosierung von 3-5g pro Portion! Produkte die also ein Mischungsverhältniss von 12:1:1 oder ähnlichem haben werde ich nicht testen, da ich diese für unvorteilhaft erachte. Wer mit dem Leucin auf der sicheren Seite sein will, kann entweder etwas mehr an 2:1:1 verwenden oder  nimmt ein an 4:1:1.

Kapseln, Tabletten oder Pulver im Test?

Prinzipiell teste ich ausschließlich Pulver. Die Bewertungskriterien für BCAA Pulver in meinem Test beziehen sich auf die Konsistenz, Geschmack und Löslichkeit. Mehr kann man an BCAAs nicht bewerten. Den Effekt oder die Wirkung möchte ich nicht bewerten, weil ich in meiner Vergangenheit keine großartigen Unterschiede gemerkt habe, wenn ich mit oder ohne BCAAs trainiert habe. Mal hatte ich einen bessern und mal einen schlechteren Tag. Ob de BCAAs dafür verantwortlich waren konnte ich bisher nicht ausmachen. Daher ist es sinnlos Kapseln und Tabletten zu testen, da man generell davon ausgehen kann, dass enthalten sein soll was drauf stehe. Dennoch werde ich auch Kapsel und Tabletten aufführen und die Größe der Kapseln, sowie die Inhaltsstoffe Objektiv miteinander vergleichen.

In diesem BCAA Test liegt ein besonderer Augenmerk auf dem Verhältnis zwischen Geschmack und BCAA Anteil. Da BCAAs an sich sehr bitter schmecken, hat sich ein Anteil von ca. 70-75% eingebürgert, da es viele Firmen schaffen bei diesem Gehalt trotzdem noch einen guten Geschmack herzustellen. Besonders spannend wird es also immer dann, wenn der BCAA Gehalt höher und die BCAAs dennoch lecker sind.

Bewertungskriterien wie Geschmack und Bekömmlichkeit sind leider sehr individuell ausgelegt und spiegeln daher ausschließlich meine eigene Meinung wider.

BCAA im Fokus

BCAA steht für „branched chain amino acid“ (engl. für verzweigkettigte Aminosäuren). BCAA sind nichts anderes als drei essentielle Aminosäuren, namens Leucin, Isoleucin und Valin. Sie sind essentiell, weil der menschliche Körper sie nicht selbst herstellen kann. Daher müssen sie durch die Nahrung aufgenommen werden. In proteinhaltigen Lebensmitteln wie z.B. Hühnchenbrust kommen BCAAs in einer Konzentration von bis zu 20% des gesamt Proteins. In einem Wheyisolat summiert sich das Auskommen der BCAAs auf bis zu 30%.

Leucin

L-Leucin spielt im Energiehaushalt von Lebewesen eine fundamentale Rolle und ist wichtig für den Erhalt und den Aufbau von Muskelgewebe. Leucin ist ein Trigger für die Proteinsynthese. Das bedeutet, dass mit einer Menge von 3-5g Leucin die Proteinsynthese den Startschuss kriegt. Mehr ist nicht sinnvoll, da es keine Verbesserungen mit sich ziehen wird. Wenn du dich weiter in die Thematik einlesen möchtest, lies dich in  „mTor“ ein.

 

Proteinsynthese kurz erklärt

Isoleucin

L-Isoleucin eine weitere verzweigkettigte proteinogene Aminosäure. Als proteinogene Aminosäure dient es als Baustein für den Proteinaufbau. Zudem kann es mit Valin, Theronin und Methionin als Energielieferant verwendet werden für Propionyl-CoA und Acetyl-CoA. DIese Möglichkeit der Energiegewinnung geschieht allerdings nur in Hungerphasen oder bei längerer Anstrengung z.B. Diäten oder Langstreckenläufe.Der Tagesbedarf an Isoleucin beträgt zwischen 7,5 – 28mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Valin

L-Valin ist die dritte und letzte proteinogene Aminosäure im Bunde der BCAAs. Valin wird wie Isoleucin in Hungerphasen zu Energiegewinnung für die Herstellung von Propionyl-CoA verwendet und trägt damit beim Citratzyklus bei.